In der Dunkelheit
Und dann gibt es diese Wege, die man gar nicht planen kann. Man tritt hinaus, weil der Tag einen freundlich anschaut, weil die Luft weich ist oder klar, weil der Wind ein bisschen Geschichten erzählt. Man geht los, ohne Ziel, einfach nur, weil es sich gut anfühlt, draußen zu sein – wenn die Sonne warm auf die Haut fällt, wenn der Himmel sich weit öffnet, wenn der Schnee die Welt dämpft und heller macht. Und selbst wenn die Dunkelheit kommt, trägt sie an der Elbe ein eigenes Leuchten, ein stilles Funkeln, das man nur sieht, wenn man wirklich hinschaut.
Solche Momente könnte man natürlich tracken, festhalten, vermessen. Sie würden locker ein paar Kilometer ergeben. Aber manchmal ist das Gehen kein Weg, sondern ein Blick. Dann bleibt man stehen, hebt die Kamera, sammelt Licht ein – nicht für eine Statistik, sondern für die eigene Kunst. Für das, was später auf der Leinwand weiter atmet.
Welche Botschaft wird darin transparent?
Mein künstlerisches Arbeiten entsteht aus gelebten Augenblicken, nicht aus Konzepten.
Schönheit wird für mich nicht gesucht, sondern gefunden – im Licht, im Wetter, im Zufall, im Atemzug des Weges.
– Und: ich bleibe stehen, wenn etwas mich berührt.